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17. OKTOBER 2020: INTERNATIONALER TAG ZUR BESEITIGUNG DER ARMUT

Projektwoche zur Sensibilisierung der Oberwalliser Bevölkerung

 

Gemäss einer Definition der SKOS, der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe, aus dem Jahre 2016 bezeichnet „Armut als relatives Phänomen die Unterversorgung in wichtigen Lebensbereichen wie Wohnen, Ernährung, Gesundheit, Bildung, Arbeit und sozialen Kontakten. Eine Bedürftigkeit besteht, wenn ein Haushalt die notwendigen Mittel für die Lebenshaltung nicht selbst aufbringen kann bzw. wenn das Haushaltseinkommen nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge und der Steuern unter dem sozialen Existenzminimum liegt.“


Im Jahr 2017 lebten in der Schweiz gemäss BFS rund 675‘000 Personen in einem Haushalt, der von Armut betroffen ist. So lag die Armutsgrenze für eine Einzelperson bei 2’259 Franken pro Monat und für einen Haushalt mit zwei Kindern unter 14 Jahren bei 3’990 Franken. Am häufigsten betroffen von Armut sind Singles, Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern, weniger gut Gebildete und Arbeitslose. Aber auch über 65-Jährige sind stark gefährdet – vor allem wenn sie allein leben. Seit 2014 steigt die Armutsquote in der Schweiz zudem stetig an, die Betroffenen sind oftmals gezwungen, aus finanzieller Not heraus, auf notwendige Gesundheitsleistungen zu verzichten.

Anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung der Armut, welcher jährlich am 17. Oktober stattfindet, organisiert der Sozialdienst Visp in der Zeit vom 28. September bis 4. Oktober 2020 eine Projektwoche, in der sich zwei vierköpfige Walliser Familien während einer Woche mit dem von der SKOS definierten Lebensmittelbuget (Lebensmittel, Getränke und allenfalls Tabakwaren) in Höhe von CHF 220,35 für zwei Erwachsene und zwei Kinder ernähren sollen.

Die Familien werden medial begleitet, und ihre Erfahrungen und Herausforderungen, welche sie in dieser Woche machen bzw sich gegenübergestellt sehen, in Form von Video- und Radiointerviews (Montag, Donnerstag und Sonntag) auf Radio rro und www.rro.ch sowie als Video-/Sprachmessage-Tagebuch (siehe weiter unten) auch auf dieser Website publiziert. Am 17. Oktober ist im Rahmen des Sendegefässes "Brennpunkt Gesundheit & Soziales" vom SMZ Oberwallis ausserdem die Ausstrahlung einer Folge zum Thema "Armut - auch ein Thema im Oberwallis?" auf TV Oberwallis vorgesehen.

Sonntag, 4. Oktober

Die Projektwoche geht heute zu Ende. Radio rro war noch einmal zu Gast bei Familie Heiss und wollte wissen, wie es ihnen schlussendlich ergangen ist, welche Erfahrungen sie mitnehmen, und ob sie tatsächlich mit den CHF 220 für eine vierköpfige Familie auskommen konnten und könnten.

 

Spannend hierzu auch der letzte Beitrag aus dem Videotagebuch der Familie Heiss - wie immer weiter unten auf dieser Website aufgeschaltet.

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Donnerstag, 30. September

Die Hälte der Projektwoche ist vorbei und Radio rro besucht die Familie Heiss daheim. Wie sich die Situation entwickelt hat, nachdem beim ersten Einkauf am Montag trotz sorgfältiger Planung bereits die Hälfte des Wochenbudgets für Lebensmittel, Getränke und allfällige Tabakwaren aufgezehrt wurde, kann man im zweiten Bericht von Radio rro (nur mit e-paper Abo) nachlesen oder hier anhören:

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Montag, 28. September

Familie Heiss wird beim Wocheneinkauf von einem Reporter vom Radio rro begleitet. Der Bericht ist auch auf www.rro.ch (nur mit epaper Abo abrufbar) einsehbar und hier links als Bildstrecke kommuniziert.

VIDEO- UND VOICE-TAGEBUCH DER TEILNEHMENDEN FAMILIEN

Sonntag, 4. Oktober

Im letzten Videotagebuch-Beitrag der Familie Heiss zieht die Mutter der beiden Söhne ein Fazit zur Projektwoche und zeigt auch auf, dass es sicherlich spannend wäre, dieses Projekt in Zukunft mal über einen längeren Zeitraum als nur eine Woche zu leben, und zwar nicht nur bezogen auf das Lebensmitelbudget sondern auf das Budget für den gesamten Lebensbedarf eines Sozialhilfebezüger, z. B., für die Dauer eines ganzen Monats.

Im fünften und letzten Voice-Message-Tagebuch gibt auch die Familie Biner detaillierten Einblick in die zurückliegende Projektwoche. Ohne Ausflüge und ohne Tabakgenuss wären Sie mit CHF 205 innerhalb des Budgets geblieben. So konnten Sie das Budget aber nicht halten und haben CHF 280 ausgegeben haben. Woran das genau gelegen hat, und wie sich die Ausgaben auch im Verhältnis zu einer normalen Woche ausserhalb des Projekts darstellt, kann in den letzten beiden Tagebuchbeiträgen nachgehört werden.

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Freitag, 2. Oktober

Im vierten Beitrag ihres Video-Tagebuchs gewährt uns die Familie Heiss einen Einblick in ihre Küche, was heute auf den Tisch kommt, und welchen Einfluss das schlechte Wetter auf das Wochenbudget hat.

Im vierten Beitrag des Voice-Message-Tagesbuchs nimmt der Familienvater der Familie Biner den gesetzlich definierten Grundbedarf für Sozialhilfebezüger unter die Lupe. So fehlt dort z. B. alles rund um's Auto, und dass man sich diesen Luxus, der für viele von uns selbstverständlich ist und zum Alltag einfach dazu gehört, von anderen Budgetpositionen, wie z. B. dem Budget von ca. CHF 70 für Freizeit und Sport absparen müsste.

Und zum Schluss hat sich Alois noch an seine Gitarre gesetzt und gibt ein passendes Lied zum Thema der Projektwoche von Mani Matter zum Besten:

Donnerstag, 1. Oktober

Im dritten Beitrag ihres Video-Tagebuchs erzählt die Familie Heiss inklusive Rückblick auf den gestrigen Mittwoch über den Auftakt zur zweiten Projektwochenhälfte, wie es um die Finanzen steht, und dass man sich trotz aller Budgeteinschränkungen auch die ein oder andere Freiheit leisten kann, auch, wenn man noch nicht so genau abschätzen kann, welche Auswirkungen das auf die zweite Wochenhälfte haben mag.

Im dritten Beitrag des Voicemessage-Tagebuchs der Familie Biner kommt der Familienvater mit Hinblick auf das geringe Wochenbudget auf das Thema Rauchen zu sprechen, und dass er als Raucher für eine Woche anteilig glücklicher Weise nur rund 10 Franken braucht, da er seine Zigaretten dreht. Wie dramatisch es sich hingegen daheim im Kühlschrank und in den hungrigen Bäuchen der Familienmitglieder darstellen würde, wenn man pro Woche 5 normale Päckli Zigaretten ver(b)rauchen würde (CHF 40 Franken) und sich dann allenfalls auch noch das ein oder andere Mal auswärts ernähren müsste, wird von Alois anschaulich erläutert.

Dienstag, 29. September

Im zweiten Beitrag ihres Videotagebuchs berichtet die Familie Heiss über die ersten Kocherfahrungen, und wie mit den noch verbleibenden Lebensmitteln weiter geplant wird.

Der zweite Beitrag des Voicemessage-Tagebuchs der Familie Biner dreht sich um das Thema Solidarität in Form von Nachbarschaftshilfe, Getränke, und wie man sich dank gesunder Ernährung auch in einer Woche mit stark limitiertem Lebensmittelbudgt über die Runden kommen kann.

Montag, 28. September

Am Abend des ersten Tages berichtet Familie Heiss im Video-Tagebuch über den ersten Tag, die ersten gesammelten Eindrücke und Erwartungen an die kommenden Tage.

Und auch Familie Biner hat ein Voicemessage-Tagebuch begonnen - der Beitrag zum ersten Tag, und wie Sie an die Projektwoche herangegangen sind, findet man hier:

Mittwoch, 23. September

  • Auftakt-Meeting mit den beiden Familien im Sozialdienst Visp

  • Vorstellung des Ablaufs von "A" wie Anfrage für Sozialhilfebezug bis "Z" wie Zuweisung von Sozialhilfe an hierfür berechtigte Personen

  • Vorstellung der Pflichten und Rechte eines Sozialhilfebezügers

  • Information über den Ablauf der Projektwoche

  • Terminierung der Radiointerviews

WARUM HABEN SIE SICH FÜR DIE TEILNAHME ENTSCHIEDEN?

Familie Heiss: "Uns fehlt es ja grundsätzlich an nichts, und wir waren neugierig und gespannt zu gleich, wie es jemandem ergeht, der quasi von heute auf morgen aus seinem Lebensalltag herausgerissen wird und sich mit einem Existenzminimum, z. B. für Lebensmittel, wiederfindet. Hinzukommt, dass ein jeder von uns seine ganz eigene Sicht und sein eigenes Verständnis von Sozialhilfe hat, und wir wollten hierzu unsere ganz eigenen Erfahrungswerte sammeln, wie es sich tatsächlich darstellt."

Familie Biner: "Wir haben uns dafür entschieden teilzunehmen, weil wir die Idee des Sozialdienstes Visp gut finden, dieses Thema einer breiten Öffentlichkeit verstärkt zugänglich zu machen. Als Aussenstehender hat man einfach auch nicht den richtigen Zugang, und wir wollten uns auch vom Gefühl her in so eine Situation hineinversetzen können. Und natürlich ist auch eine gewisse Neugierde vorhanden, ob es uns überhaupt gelingen wird, mit einem derart niedrigen Wochenbudget über die Runden zu kommen. Rund 200 Franken für eine vierköpfige Familie sind schliesslich wirklich nicht viel Geld, um eine Woche mit Lebensmitteln, Getränken und Tabak bestreiten zu können."

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